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19 Juni



01.06.19   Micaëla möchte heute den Sonnenaufgang fotografieren. Ich wecke sie um 4 Uhr und fühle mich dabei wie bei Dreharbeiten. Als wir vor dem Haus stehen, hören wir die ersten Vögel singen (was bei Nachtdrehs eine kleine Katastrophe ist).

Niendorf um 4.30 Uhr.

Es dauert ziemlich lange. bis endlich die Sonne auftaucht.



Anschließend fahren wir zu den Windrädern. Zum ersten Mal in diesem Jahr läuft eine Hase ein Stück weit vor mir her. Ich halte das für ein gutes Omen.

Um 13 Uhr besucht mich mein Freund Karlheinz zum traditionellen Spargelessen.

Spargelschälen…

…Spargelessen.
02.06.19  
Sonnenaufgang. Gestern gefilmt von Micaëla. Ich habe ihn nur geschnitten.

Auf dem Weg zu den Windrädern. Zwischenstopp bei den Weißdornbüschen.

Es ist so schnell so sehr Sommer geworden, dass meine Mitfahrer den Schatten vorziehen.

Die Reise nach Berlin war komplizierter als ich dachte. In Baruth habe ich mich verfahren und etwas später gab es auf der
B 96 mal wieder eine wie immer schlecht ausgeschilderte Umleitung. Jedenfalls wurde ich plötzlich sehr müde. In Berlin in der Fidicinstraße hatte Micaëla dann eine total gute Idee. Warum fährst du nicht mit dem Wagen direkt vor unsere Haustüre. Dadurch wurde das Ausladen unseres gesamten Gepäcks ein Kinderspiel.
03.06.19   Die erste Nacht in der Fidicinstraße war außergewöhnlich. Wir sind beide vor dem Fernseher beim "Tatort" eingeschlafen. Gegen Mitternacht wache ich auf, wecke Micaëla und will nach oben zum großen Fernseher gehen.
Beim Frühstück sagt mir Micaëla, dass mein Hinterreifen platt ist. Ich renne sofoer raus…

…danach rufe ich den ADAC an (zum Glück bin ich seit 2007 Mitglied). Bis gegen 1 Uhr muss ich auf einen Abschleppwagen warten.

Der ADAC-Wagen fährt mich zu Auto-Unger. Dort habe ich Riesen-Glück. Es gibt einen Ersatzreifen und der Werkstattleiter finder sogar einen Monteur, der die Reifen auswechseln kann. Der Monteur zeigt mir den kaputten Reifen, damit ich ein Foto machen kann.
04.06.19  

Micaela und ich fahren viel zu früh mit dem Taxi zum Flughafen.

Das allerdings wae unser Glück, denn am Check-In war nur eine relativ kleine Schlange.

Ich bin gute zwei Stunden damit beschäftigt, einen neuen Router, der auf dem Bauernhof perfekt funktioniert hat in Micaëlas Wohnung zu instalieren. Leider gelingt mir das immer nur zeitweise. Auch Philipp in Berlin kann mir am Telefon nicht helfen.
Beim Einkaufen für unser Abendessen in Paris.

05.06.19   Erst nachts um halb zwölf funktioniert das zweite Wifi in Micaëlas Wohnung nachdem ich mir die Bedienungsanleitung heruntergeladen hatte, hunderprozentig.
Heute morgen nach dem Frühstück machen wir uns auf die Suche nach einer Daten-SIM-Karte für unseren Reise-Wifi-Hotspot in der Normandie. Es ist nach der Hitze gestern wieder kühl geworden. Vor der Komischen Oper.

Ein ungewöhnlich bemalter LKW.

Wir sind bei mehreren Anbietern von SIM-Karten und kaufen schließlich in einem Tabac eine Karte mit 20 GB Datenvolumen. Für das TP-Link-Gerät brauchen wir eine Micro-SD SIMkarte. Aber wir brauchen ein Smartphone, in das diese reinpasst, um die Karte freizuschalten. Insgesamt laufe ich mit Micaëla eineinhalb Stunden durch die Straßen.
Es regnet in Paris. Nach dem Mittagessen, gehen wir durch diese Passage, durch die wir schon im März gegangen sind.
06.06.19   Wir haben uns gestern Abend schließlich entschieden, die gestern neu gekaufte SIM-Karte wegzuwerfen, und dem Rat einer Webseite zu folgen, um eine Daten-SIM-Karte mit 100 GB-Volumen von FREE zu kaufen. Wir fahren um 9.30 Uhr mit Uber zu diesem Geschäft. Die Straßen sind brechend voll. Aber um punkt 10 Uhr, als das Geschäft öffnet, sind wir da.

Im Laden steht ein Automat, der nach drei Minuten, nach Eingabe aller Daten, darunter auch eine Auswahl ob Mini, Micro oder Nano-Karte, eine fertig aktivierte SIM-Karte für mein TP-Link-Gerät ausspuckt. Kosten 40 Euro.

Das Geschäft ist ein wahres Wunder für Smartphone-Besitzer. Dort geht so gut wie alles. Man kann sie kaufen, reparieren, Akkus austauschen. Der Besitzer ist ins in jeder Hinsicht behilflich. In Berlin gibt es sowas nicht.

Da Micaëla auch einen neuen Akku für ihr IPhone 8Plus braucht, der Einbau aber etwas Zeit braucht, haben wir Zeit um uns am Place d'Opera umzuschauen.

Dort ist ist das Hauptgeschäft von Apple in Paris.

Im Café de la Paix nehmen wir beide als Aperitiv einen Campari. Weder Micaëla noch ich haben seit Ewigkeiten einen Campari getrunken. Auf Micaëla wirkt er wie eine wunderbare Droge, die die Welt augenblicklich schöner macht.

Wir verlassen das Café durch einen Ausgang, der direkt in die Empfangshalle des Interconti führt.

Wir essen danach im L'Entract Opera-Restaurant zu Mittag. Das Essen ist ausgezeichnet. Danach fahren wir mit einem Bus nach Hause. An der Bushaltestelle.
07.06.19   Um 7.50 Uhr ist Micaëlas Auto voll geladen und wir fahren los. Es hat gerade aufgehört zu regnen.

Während wir eine Stunde lang durch Paris fahren, scheint die Sonne.

Auf der Autobahn Richtung Normandie regnet es immer wieder in Strömen.

An einer der zahllosen Raststätten tanken wir und wollen Croissants essen. Dort geht es zu wie auf einem Flughafen. Zahllose japanische Bus-Touristen bevöllkern diese Großraum-Raststätte.

Die Croissants sind allerdings sagenhaft gut.

Als wir endlich am Haus eines Freundes von Micaëla ankommen, scheint die Sonne

Nachdem mir Micaëla alle Räume gezeigt hat, will sie zum Wasser laufen. Sie ist begeistert. Ich mache ein betrübtes Gesicht, denn mein TP-Link-Gerät, das auf meinem Bauernhof tadellos mit der SIM-Karte aus meinem iPhone 4s tadellos funktioniert hat, funktioniert hier mit der SIM-Karte aus Paris nicht. Es verlangt die Eingabe eines Codes.

Ich komme jetzt nur mit Micaëlas iPhone 8 ins Internet. Eine Stunde später ist der Strand bereits teilweise überflutet.
08.06.19   Sowohl Micaëla und ich sind frühwach, denn es ist scheußlich kalt im Haus. Beim Frühstück sehen wir immer wieder Pferde am Strand entlang traben.

Dann gehen wie selbst zum Wasser. Barfuss. Ich finde den Sand eisig kalt. Das Wasser dazwischen ist wärmer.







Danach fahren wir in die Stadt zum Einkaufen. Dort ist Samstags Marktag. Meine Tasche ist am Ende übervoll, so dass wir sie zu zweit tragen müssen.

An diesem Stand entdecke ich superbequeme lederne Schlappen aus Marokko. Da ich danach schon seit Ewigkeiten suche und meine Größe da ist, kaufe ich ein paar blaue und ein paar rote.

Micaëla kauft vier Seezungen.

Danach will sie im Meer schwimmen. Sie überlegt ziemlich lange, ob die Wellen nicht zu groß für sie sind. Schließlich fasst sie sich ein Herz und schwimmt…

…gute zwanzig Minuten. Ich habe wegen der Wellen ein bisschen Angst um sie.

Zum späten Mittagessen essen wir die von Micaëla gebratenen Seezungen.
09.06.19  
Gestern Abend, kurz vor 22 Uhr wache ich vor dem Fernseher auf und sehe, dass ich Sonnenuntergangsfotos am Meer machen kann. Ich rufe Micaëla, die im oberen Stockwerk einen Film mit am Strand spielenden Kindern aufgenommen hat.

Im Hintergrund unser Haus.





Heute Morgen um 5.55 Uhr der Sonnenaufgang über Le Havre. Verborgen unter Wolken.

Vor dem Frühstück sehe ich zwei Fischerboote.

Wir fahren mit unseren Fahrrädern auf dieser Straße, die uns gestern im Auto gefallen hat. Heute fühle ich mich auf einem fremden Fahrrad sehr unsicher.

Ich vermute, diese Blume ist eine Oricdeenart.

Micaëla filmt und fotografiert diese Kühe, die neugierig zu ihr kommen.

Ein künstliches Angler-Paradies. Forellen werden in diesem Teich plaziert, damit zahlende Angler sie herausangeln können.

Ein als Radweg ausgeschilderter Weg, den zu befahren mühsam ist. Links und rechts Wassergräben.

Ein Entenpärchen inmitten von Entengrütze.

Ich leihe mir in einem Fahrradladen ein Fahrrad für die nächsten 14 Tage. Es ist relativ einfach zu bedienen und nicht besonders schwer. Im Kofferraum von Micaëlas Auto transportieren wir es in unser Haus.

In einem großen Supermarkt kaufen wir eine SIM-Karte von Orange für Micaëlas altes iPhone 5, das sie mir geschenkt hat. Leider funktioniert keine der Anleitungen, die SIM-Karte zu aktivieren. Ich fürchte, wir beide können das Wort "SIM-Karte" bald nicht mehr hören.
10.06.19  
Die Wettervorhersage meines Samsung Smartphones.

Ein Blick aus dem Fenster während ich mein Müsli esse. Regen, Regen, Regen.

Diese junge Mann schafft es, die gestern gekaufte SIM-Karte meines neuen iPhone 5 von Micaëla zu aktivieren. Ein ziemlich aufwendiger Prozeß.

Danach kaufen wir alles Mögliche zum Essen, alles im gleichen Supermarkt, ein.

Wir kaufen auch dieses Besteck.

Danach geht Micaëla schwimmen, weil die Sonne scheint. Nach dem Mittagessen fahren wir eine dreiviertel Stunde Fahrrad-

Ich repariere den Lenker von Micaëlas Rad und stelle ihn etwas höher ein.

11.06.19   Ich wache um 3 Uhr auf und finde keine Ruhe. Plötzlich fällt mir ein, dass ich die aktivierte SIM-Karte aus dem iPhone in das TP-Link-Gerät einsetzen könnte. Gedacht, getan. Jetzt haben wir im Haus auf allen Computern das schnellste Internet mit 40 Mb-Download-Speed. Das ist doppelt so schnell wie mein Glasfaseranschluss auf dem Bauernhof. Das macht mich glücklich.

Das Meer um 4.40 Uhr…

…und jetzt um 5.20 Uhr.

Unser Haus.

Die Fähre, die von Ouistreham zweimal am Tag nach Portsmouth fährt. Fahrzeit viereinhalb Stunden.

Was die spielenden Kinder am Strand übrig gelassen haben. Jetzt sind die Pfingstferien vorbei und alle sind weg.

Die Bilder von heute Morgen als Film.
12.06.19  
Ein Foto Micaëlas von gestern. Heute machen wir einen langen Radausflug am Strand entlang zum Grand Hotel in Cabourg.



Das Fährschiff von Ouistreham nach Portsmouth. Das Schiff von gestern war kein Fährschiff, sagte Micaëla gestern. Ich schließe mich heute ihrer Meinung an.

Der Strandeingang des Grand Hotels.



Das Grandhotel von vorne. Marcel Proust hat dort sieben Jahre lang im Sommer die gesamte obere Etage bewohnt. Ich habe vor zwei Tagen übrigens angefangen, Proust weiterzulesen. Im April hatte ich damit aufgehört.

Auf dem Heimweg entdecken wir einen Radweg, vorbei an wunderschönen alten Häusern und einem Golfplatz, fast bis an unser Haus.





Wenn ich an diesen Weg denke, vermisse ich zum erstenmal nicht den Radweg in Niendorf. Statt des Blickes auf den Dorfteich habe ich jetzt den Blick auf das Meer, das sich durch Ebbe und Flut stündlich verändert.
13.06.19  

Gestern Abend habe ich im Kamin unseres Hauses ein Feuer gemacht.

Heute morgen geht Micaëla nach dem Frühstück zum vierten Mal im Meer schwimmen. Danach fahren wir wie gestern auf dem Radweg nach Cabourg.

Auf einem der Golfplätze direkt am Meer.

Am Postamt in Cabourg wirft Micaëla die Antwortkarte an Orange zur Bestätigung unserer SIM-Karte in einen Briefkasten am Postamt ein. Inzwischen hat ein heftiger Regenschauer eingesetzt.

Ein Café in Cabourg. Alles geht in dieser Stadt um Proust…

…und um die Madeleines seiner Tante Leonie, die bei ihm die Erinnerungen auslösen.

Weil es wieder regnet, essen wir in einem Restaurant am Strand zu Mittag. Micaëla ist ein Carpaccio. Ich ein Stück Fleisch, das ich, weil das Fleisch nicht wirklich zart ist, nur zur Hälfte essen kann.

Nach dem Bezahlen der Rechnung setzt ein neuer Starkregenschauer ein. Micaëla ist etwas Schokoladig-Süßes. Ich wähle stattdessen ein zweites Glas Wein, denn der ist wirklich gut.

Wir kommen, ohne nass zu werden nach Hause. Dort werden gerade zwei Pferde von der Trabrennbahn ausgeladen.

Zuhause gelingt es mir, nach einem langen Email-Hinundher einen Premium-Account bei AccuWeather einzurichten. Da kann ich auf die Minute genau sehen, wann es anfängt zu regnen.

Micaëla macht mir einen Tee und wir tauchen beide wie Proust unsere Madelaines in den Tee ein und essen sie.

14.06.19   Heute scheint die Sonne endlich wieder. Nach dem Frühstück fahren wir auf unserem Radweg nach Cabourg. Am Golfplatz machen wir einen kleinen Abstecher zum Strand.

Ich bin zu müde, um die steile Treppe runterzusteigen.



Hinter Cabourg zwischen Dünen macht Micaëla ein Porträtfoto von mir.

Ich habe heute endlich Gelegenheit, mich in die Sonne zu legen. Micaëla schwimmt im Meer.

Danach koche ich Kartoffeln und aus einem Glas ein Fertig-Gemüsegulasch ohne Fleisch, das uns beiden sehr schmeckt.
Micaëla macht den Vorschlag, nach Houlgate zu fahren. Der Strand dort ist endlos. Ich sage zu Micaëla, das mich der Blick an eine Fata Morgana erinnert und dass ich in Tunesien bei den Dreharbeiten zu Karin Thomes Film "Über Nacht" eine erlebt habe und dass Martin Schäfer sie gefilmt hat.

Überall an der Strandpromenade in Houlgate stehen diese Bilder.

Badehäuschen an der Strandpromenade.

Beim nach Hause-Fahren finden wir die Erklärung für die Bilder.

Der kleine Bahnhof, auf dem Marcel Proust immer angekommen ist. Die Endstation einer kleinen Lokalbahn.

Ab 24. Juni sollen dort der Zug wieder fahren. Micaëla möchte, dass wir das dann auch machen.
15.06.19   Mein Morgen beginnt mit einer persönlichen Internet-Katastrophe. Ich kann nicht mehr googeln und auch mit meinem Google-Account weder Mails senden noch ampfangen. Ich brauche zwei Stunden, um eine Lösung mit Micaëlas Laptop zu finden.
Nach dem Frühstück fahren wir mit unseren Rädern nach Cabourg. Um 15 Uhr, sagt unsere Wettervorhersage, soll es ein Gewitter geben.

Micaëla fotografiert einen Hund, der von von seinen Herrchen getrenn am Strand entlang läuft.

Sie geht hinunter zu ihm an den Strand.

Hier ist der Hund auf dem Rückweg. Ich dachte insgeheim, dass er zu Micaëla laufen würde.

Jetzt ist er bei seiner Herrin.



Nach dem Radfahren lege ich mich in die Sonne. Micaëla geht schwimmen. Danach kochen wir als Koproduktion ein Roastbeef. Es schmeckt vielfach besser als das Fleisch im Restaurant vor zwei Tagen. Die Kartoffeln sind von gestern übrig geblieben. Bei Unseren Nachbarn nebenan wird eine Hochzeit gefeiert.

Beim Anbraten des Roastbeefs ist ein Ölspritzer auf meinen Finger gekommen. Trotz kaltem Wasser und Mirfulansalbe ist eine Blase entstanden.

Ich lese weiter Proust, während Micaëla am Strand spazieren geht.

16.06.19   Bei der Hochzeitsfeier auf dem Nachbargrundstück war bis um 6 Uhr morgens dröhnend laute Musik zu hören. Ich habe schlecht geschlafen und viel über das Leben im allgemeinen und die Liebe nachgedacht. Am Himmel um 5 Uhr der Beinahe-Vollmond.

Nach dem Frühstück fahren Micaëla und ich wieder nach Cabourg. Der Weg, der mir am Anfang lang vorkam, ist inzwischen kurz geworden. Jeden Tag verändert sich etwas an der Strandpromenade. Heute ist dieser Tiger aufgetaucht.

Die Hauptstraße ist heute Fußgängerzone geworden.



Auf dem Rückweg finde ich einen Feigenbaum wieder, den ich bei der ersten Fahrt entdeckt hatte, aber seitdem nicht wieder gesehen habe. Ich zeige ihn Micaëla, denn wir haben vorher auf dem Baumarkt in Dahme den Kauf eines Feigenbaums in Erwägung gezogen.

Der Baum trägt nur diese beiden Reigen und eine dritte etwas gelbliche, die in diesem Augenblick vor mir auf den Boden fällt. Micaëla sagt, die ist reif und wir nehmen sie mit.
17.06.19   Micaëla und ich fahren gleich nach dem Frühstück zum Fischmarkt in Cabourg.

An diesem Stand kauft Micaëla vier Seezungen…

…und an diesem Stand 1 Kilo Makrelen.

Die Verkäuferin beschreibt ihr auch ein Rezept.

Danach fahren wir mit dem Fahrrad. An der Strandpromenade. Der Tiger von gestern hat seine Luft verloren.



Als wir wieder zuhause sind, gehen wir beide schwimmen. Ich schwimme zum ersten Mal seit einer Ewigkeit im Meer. Ich sage, es waren 5 Minuten. Micaëla sagt, es waren nur 2 Minuten. Sie schwimmt 20 Minuten und zittert vor Kälte. Ich wärme sie, denn mein Körper ist in der Sonne heiß geworden.

Das Rezept der Fischverkäuferin.
18.06.19   Micaëla hat gestern Nacht den Sonnenuntergang fotografiert. Ich bin auf dem Sofa eingeschlafen. Heute morgen habe ich den Sonnenaufgang fotografiert, während Micaëla geschlafen hat.





Wir suchen das Fahrradgeschäft, in dem ich mein Fahrrad geliehen habe.

Es ist noch geschlossen.

Wir fahren weiter bis ans Ende der Strandpromenade.

Zurück am Haus.



Danach gehen wir zusammen schwimmen. Zuerst schwimme ich etwa 10 Minuten, tauche dabei sogar einen Moment. Micaëla macht Fotos und filmt mich, um das für mein Blog zu dokumrntieren.

Nach dem auch Micaëla geschwommen ist, sind wir beide hungrig, und ich koche Spaghetti alio è olio. Für mich ein Alltagsgericht. Für Micaëla ist das neu.

19.06.19   Gestern Abend, während ich Micaëla mein spärliches Wissen über Final Cut weitergebe, entwickelte sich das schon seit einiger Zeit angekündigte Gewitter über uns.



Ich hatte in der Nacht merkwürdign Träume. Die Wirklichkeit wurde unwirklich und überblendete in einen Film.

Wir kaufen im Supermarkt frische Muscheln. Danach schwimmen wir beide im Meer. Ich schwimme 15 Minuten. Micaëla sagt, sie ist stolz auf mich.

Die fertig mit creme fraiche und Weißwein zubereiteten Muscheln.

Micaëla hat das Unwetter gestern Abend gefilmt. Das Foto eines Blitzes.

Zum Abendessen brät Micaëla zwei Seezungen in der Pfanne. So schmecken sie mir zehnmal besser als in Alufolie im Ofen.
20.06.19  
Der Sonnenuntergang gestern Abend. Ich bin beim Anschauen eines Chabrol-Films auf ARTE eingeschlafen. Micaëla hat ihn fotografiert.
Es ist kalt und es weht ein starker Wind. Da wir gestern auf das Radfahren verzichtet haben, müssen wir das heute tun.

Auf der Strandpromenade werden weitere Kinder-Bespielungsmaßnahmen getroffen.





Nach dem Radfahren gehen wir schwimmen. Ich überlege heute lange, ob auch ich ins Wasser gehe, tue es schließlich doch. Im Meer haben Micaëla und ich ein kleines Meeting. Danach brät Micaëla Sardinen in der Pfanne.

Die schmecken uns beide überhaupt nicht, so dass wir auf das Weiteressen verzichten und auf Schokolade ausweichen.

21.06.19   Heute morgen um 4:16 Uhr ist die Hafenfront von Le Havre am Horizont sichtbar.

Dasselbe Bild um 5 Uhr.

Vor dem Frühstück gehen Micaëla und ich heute Fahrradfahren.

Auf dem Rückweg trinken wir am Grand Hotel einen Kaffee und essen ein Croissant.



Ein Abstecher zum Strand an einem der schönen alten Häuser.

Danach frühstücken wir zuhause weiter, denn ich hatte den Tisch dafür schon gedeckt. Beim Biss in ein Baguette macht es in meinem Mund einen Knacks. Meine Prothese ist zwar nicht zerbrochen, aber hat einen Riss. Mit einer Ersatzprothese frühstücke ich weiter. Danach gehen Micaëla und ich schwimmen. Sie fordert mich auf, ein fröhlicheres Gesicht zu machen. Ich versuche daraufhin genau so zu strahlen wie sie. Beim Sprechen merke ich, dass die Ersatzprothese sehr viel lockerer sitzt und nicht viel daran gefehlt hätte, dass sie ins Meer gefallen wäre.
Zum Mittagessen kocht Micaëla zwei Seezungen, die wir im Kühlschrank um ein Haar fast vergessen hätten. Unser Zeitgefüge ist total durcheinander geraten.
Für unsere letzte Woche in der Normandie, wird es laut Wettervorhersage an manchen Tagen über 30 Grad heiß werden. Dann werden wir öfter vor dem Frühstück Fahrradfahren..
22.06.19   Fahrradfahren nach dem Frühstück. In Cabourg auf der Vorderseite des Grand Hotels bemerke ich eine Statue. Sie stellt Marcel Proust dar.





Micaëla macht ein Foto von mir und Proust.

In der Apotheke kaufe ich zum ersten Mal ein Mittel zum Sonnenschutz. Das mit dem niedrigsten Schutzfaktor hat 30%. Alle anderen haben den Schutzfaktor 50.
Danach gehen wir schwimmen. Micaëla schwimmt lange. Ich kurz, obwohl mir das Wasser nicht mehr so kalt vorkommt. Ich brate anschließend 4 Rotbärsche, doch mit den Rotbarschfilets, die ich für meine Kinder früher gebraten habe, haben diese nichts gemein. Immerhin schmecken sie besser als die Sardinen von gestern.
Der Wind draußen wird von Stunde zu Stunde stärker. Vor unserem Haus eine Segelschiff-Parade.

23.06.19  
Der Sonnenaufgang ist heute anders als sonst. Irgenwie sanfter. Wie in Milch getaucht.

Wir fahren um Cabourg herum zum Einkaufen nach Dives-sur-mer. Da wo wir am ersten Tag waren. Wieder fällt mir diese uralte Kathedrale auf.

Auch beim Radfahren vermeiden wir Cabourg und fahren da, wo wir am ersten Tag gefahren sind. Micaëla ist abenteuerlustig und macht, vorbei an weidenden Kühen, einen Abstecher über Feldwege.

Das erste Weizenfeld, das ich in dieser sumpfigen Gegend zu Gesicht bekomme.

Danach schwimmen wir im Meer. Der Himmel ist bewölkt und es wird von Stunde zu Stunde wärmer. Die Temperatur steigt auf 27 Grad und die Welt wird seltsam unwirklich.
Zum Mittagessen gibt es gebratenen Seelachs: Der schmeckt uns beiden hervorragend und er hat so gut wie keine Gräten.
24.06.19   Aus der paradisischen Unwirklichkeit zurück in die Wirklichkeit:
Am 27. Juni um 23.35 Uhr und am 30. Juni um 1.55 Uhr zeigt der mdr meinen Film "DAS ROTE ZIMMER". Und am 1. Juli zeigt der französische Kanal Cine+Famiz um 20.50 den Film meiner Tochter Joya "La Reine d'un été" (Königin von Niendorf).

Überraschung heute morgen. Nieselregen. Wir fahren trotzdem mit den Rädern nach Cabourg und lassen bei unserem Fahrradverleiher, die Luft in beiden Rädern aufpumpen.

Weil ich dieses Blumenfoto aufnehmen wollte, habe ich Micaëla aus den Augen verloren. Als ich sie wieder fand, war sie im Gespräch mit zwei Frauen und einem Mann. Ich dachte, es seien Bekannte von ihr. Aber es war anders. Es waren Augenzeugen eines Fahrradunfalls. Sie hatte wegen eines Autos scharf abbremsen müssen und war gestürzt. Ich untersuche ihren Kopf. Da ist eine dicke Beule. Aber kein Blut. Ich lasse mir von der einen Augenzeugin erklären, wie es dazu kam und führe das dann selbst vor.

Während ich am Boden liege, hält ein Auto an. Der Fahrer denkt, ich sei gestürzt und will Hilfe leisten.
Zu Hause angekommen kühle ich mit Eis Micaëlas Beule und koche danach Spaghetti Olio e alio. Micaëla isst mit gutem Appetit.
     
     
     
     
     
     
     
     
     

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