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19 August



01.08.19  
Am vergangenen Samstag habe ich meine Rosen im Innenhof geschnitten. Sie bedanken sich mit neuen Blüten.
02.08.19  
Die "Märkische Allgemeine" hat mein Blog gelesen. Der ganze Text verbirgt sich leider hinter einem oay-wall.

Leider schmecken diese Renekloden am Radweg nicht so gut, wie sie aussehen. Ein Reh springt mal wieder vor mir über den Radweg.
03.08.19  
Bei den Windrädern, wo inzwischen Birnen runterfallen, Fliegen, Ameisen und dieser Admiral-Schmetterling.
04.08.19  
Ich erreiche heute 21.000 Kilometer auf meinem Fahrradcomputer und danach als Belohnung läuft dieser Rehbock über den Radweg.

Ich habe noch ein näheres Bild des Rehbocks machen können:

Ein Link zum Vimeo-Film des Schmetterlings von gestern. Beim Anschauen sollte man den Vollbildmodus einschalten.
05.08.19  
Die Blütezeit der Sonnenblumen ist vorbei.

Bei mir im Innenhof blüht jetzt eine zweite Dahlie.

Gestern Morgen um 4 Uhr habe ich zuerst einen Blick ins rote Zimmer geworfen. Ein Foto mit meiner neuen Kamera, einer Nikon Z6.
06.08.19  
Zur Vorbereitung von Micaëlas nächster Reise zu mir fahre ich heute nach dem Radfahren zum Baggersee nach Brandis.



Es sind genau 22 Kilometer. Der Hinweg war einfach. Beim Rückweg habe ich mich immer wieder verfahren, da die Straßenbeschilderung in Brandenburg zu wünschen übrig lässt.
Nicolai hat mir heute eine neue Kescherstange für meinen Gartenteich geschickt. Ich kann sie nur mit seiner Hilfe aus der Ferne zusammenbauen. Danach warte ich bis 17 Uhr auf Post von Micaëla. Der Brief ist schon über 7 Tage unterwegs, Post von mir zu ihr braucht nur zwei Tage.
Es ist drückend schwül. Ich schneide die kleinen Äste der zwei im letzten Jahr vertrockneten Thujabäume ab, damit ich die Bäume absägen kann.

Auch in diesem Jahr wachsen bei mir wieder viele Pfirsiche.
07.08.19   Mein Auto kriegt am Morgen hinten links zum zweiten Mal in diesem Jahr einen neuen Reifen.

Die dritte Dahlie blüht.

Um die Mittagszeit ein kurzer, heftiger Wolkenbruch über Niendorf.


08.08.19   Gestern Abend klopft es an mein Fenster. Ich war vor dem Fenseher im roten Zimmer eingeschlafen. Auf der Straße steht Micaëla. Sie ist mit ihrem Auto, ohne dass ich es wusste, von Paris nach Niendorf gefahren.Zehn Stunden.



Heute Morgen fahren Micaëla und ich nach dem Frühstück mit dem Fahrrad zu den Windrädern.

Danach mit dem Auto zum Baggersee.

Ich schwimme nur ein bisschen. Der See ist 6 Meter tief und wenn ich keinen Boden mehr unter den Füßen habe, fühle ich mich unsicher.

Micaëla schwimmt über eine halbe Stunde. Es ist wie im Meer in der Normandie.

Wir fahren wieder nach Hause.

Unterwegs in einem der Dörfer sehen wir diese Rehgruppe.
09.08.19  
In Berlin am Chamissoplatz. Micaëla fotografier das abgefackeltes Auto, das ich bereits vor 10 Tagen fotografiert hatte.

Mittagessen in einem sehr guten italienischen Restaurant.

Gleich nebendran ein zweites abgefackeltes Auto.
10.08.19   Nach unserer Berlin-Reise sind Micaëla und ich gestern gegen 19 Uhr auch noch Fahrrad gefahren. Nach 200 Kilometer mit dem Auto, nochmal 12 Kilometer mit dem Rad.



Heute fahren wir wieder zum Baggersee. Auf halber Strecke merkt Micaëla, dass sie ihren Badeanzug vergessen hat. Ich sage, dann schwimmst du eben nackt oder nimmst meine Badehose. Da der Himmel bewölkt ist, vermuten wir, dass nur wenige Badegäste da sind. Leider war es nicht so. Also suchen wir nach einer Badestelle im Wald, die Micaëla vor zwei Tagen beim Schwimmen gesehen hat.

Micaëla schwimmt eine Dreiviertelstunde. Ich sitze am Rand des Sees und lese den neuen "Spiegel".

Micaëla hat sich wieder angezogen.

Zum Mittagessen koche ich Schnitzel nach dem Rezept meines Sohnes Nicoilai. Micaëla macht Kartofffelbrei und dazu den Salat. Beides schmeckt unglaublich gut.

Beim Kochen zeige ich Micaëla das Schwalbennest, in dem nur eine junge Schwalbe sitzt. Ich erzähle ihr, dass ich vor ein paar Jahren einen Vimeo-Film gemacht habe, in dem 5 junge Schwalben dort im Nest sitzen und gefüttert werden. Sie findet den Film im Internet.

Der Himmel am Abend beim Fahrradfahren.
11.08.19  
Heute morgen.

Beim Radfahren. Micaëlas Schatten fotografiert meinen Schatten.

Danach fahren wir zum Baggersee. Micaëla schwimmt. Ich nicht.

Auf dem Heimweg bekommt Micaëla Lust auf Bier. Wir trinken es vom Fass in der Fläminghexe in Niendorf.

Micaëla bringt mich dazu, das Dornengestrüpp in dieser Hofecke zu entfernen.


12.08.19   Micaëla fährt mit ihrem Auto zurück nach Paris.



Und ich fahre mit dem Fahrrad zu den Windrädern.

Micaëla schickt mir während einer Kaffeepause ein Foto, das sie von mir beim Abfahren gemacht hat.

So weit ist sie gekommen.

Um 14 Uhr schreibt mir Micaëla, sie sei 400 Kilometer vor Paris.
Um 17 Uhr schreibt sie, dass es bis Paris nur noch 130 Kilometer sind.
Um 18. 40 Uhr ruft mich Micaëla aus ihrer Wohnung an. Leider bin ich da - wie schon bei ihrer Ankunft - vor dem Fernseher eingeschlafen und habe das Klingeln meines iPhones nicht gehört. Ich rufe zurück und sage, dass ich was das vor dem Fernseher einschlafen betrifft ein hoffnungsloser Fall bin. Jedenfalls bin ich froh, dass sie heil und gesund nach Paris zurückgekommen ist.
13.08.19  
Diese Begonienblüte auf meinem Küchentisch hat Micaëla zurückgelassen. Nach dem Frühstück will ich zur Post nach Dahme fahren und stelle fest, dass mein Schlüsselbund nicht da ist, wo ich ihn auf meinem Schreibtisch täglich hinlege.
Ich suche überall im Haus. Er ist nirgendwo und ich gerate in Panik. Ich rufe Micaëla an. Sie sagt, ich muss mich ersteinmal beruhigen. Um mich zu beruhigen, fahre ich mit dem Rad zu den Windrädern und rekonstruiere den Ablauf des letzten Tags, an dem ich das Auto und den Schlüsselbund benutzt habe.

Danach räume ich meinen gesamten Schreibtisch leer. Der Schlüsselbund ist nicht da und auch noch nirgendwo anders. Ich gehe nach oben ins Badezimmer, rasiere mich, putze die Zähne, dusche. Dabei fällt mir ein, dass ich in Dahme ein Auto mieten und in Berlin meinen Ersatzschlüssel holen könnte. Ich rufe bei der Autowerkstatt an, ob sie einen Wagen für mich haben. Sie haben einen. Ich fahre mit meinem Rad dahin, übernehme das Auto, fahre durch die Dörfer nach Berlin. Mein Ersatzschlüssel ist da, wo er immer ist. Ich hatte auch da meine Zweifel. Zurück fahre ich über die Autobahn, gebe das Auto ab und fahre mit dem Rad zurück. Meine heutige Bilanz: 24 Kilometer mit dem Fahrrad und 220 Kilometer mit dem Auto.
Ich werde diesen Tag nicht so schnell vergessen.
Um 17.30 Uhr finde ich meinen Schlüsselbund in einerr Tasche der Jeanshose, die ich am Freitag bei der Fahrt nach Berlin angezogen hatte. Warum ich ihn da reingesteckt und nicht auf meinen Schreibtisch gelegt hatte, ist mir ein Rätsel.
14.08.19  
Auf dem Weg zum Körbaer See…

…der immer weniger ein See ist.

Mein erstes Selbstauslöserfoto mit der neuen Nikon-Kamera.
15.08.19   Beim Radfahren mache ich Fotos von allen gelb blühenden Pflanzen und denke dabei an meinen Vater, der vor allem Heilkräuter gesammelt hat. Die Pflanzennamen tauchen bei mir jetzt aus den tiefsren Bewußtseinsschichter auf.

Rainfarn

Löwenmäulchen

Königskerze

An den Windrädern angekommen, finde ich diese seltsame Markierung.
In Dahme kaufe ich eine neue Kettensäge. Nach dem Mittagessen und einem Mittagsschlaf entschließe ich mich, die beiden abgestorbenen Thujabäume, die mich schon seit dem letzten Jahr stören, damit endlich zu fällen.

Jetzt habe ich wieder freie Sicht auf künftige Sonnenuntergänge.


16.08.19  
Ich bin heute ganz früh zu meiner Zahnärztin nach Berlin gefahren. Als ich in Berlin ankam, merke ich, dass ich meinen Berliner Wohnungsschlüssel nicht dabei hatte. Meine Schlüsselprobleme in dieser Woche häufen sich. Da ich dringend auf Toilette musste, gehe ich in ein Café in der Friesenstraße (die inzwischen wieder ganz befahrbar ist).

Im Wartezimmer meiner Zahnärztin rufe ich Micaëla an und erzähle ihr mein Schlüssel-Schicksal. Sie schickt mir daraufhin ein Zitat aus Rohmers "Vollmondnächte": "Wer zwei Frauen hat, verliert seine Seele. Wer zwei Wohnungen hat, verliert den Verstand."
Zuhause auf dem Bauernhof esse ich ersteinmal zu Mittag. Königsberger Klopse. Fertig zubereitet aus einem kleinen Verkaufsstand in Hohenseefeld. Danach kurzer Mittagsschlaf und dann wieder Fahrradfahren. Die Trockenheit hier in Brandenburg nimmt langsam böse Formen an.
17.08.19   Beim Radfahren am Wegrand.

Schlehen. Nach dem ersten Frost kann man sie essen.

Rainfarn und Gräser.

Am Nachmittag Großreinemachen in der Scheune.
18.08.19  
Bei Nieselregen fahre ich heute zu den Windrädern und begegne wie schon gestern meinem gleichaltrigen Radfahrkollegen. Gestern hatte er einen Maiskolben in der Hand. Ich sagte, man könne ihn auch essen. Er antwortete, dass er da nicht nicht reinbeißen kann, denn er habe ein Gebiß.

Im kleinen Wäldchen hängen auf diesem Blatt die Regentropfen anstatt herunterzufallen.

In meinem Garten hängen die Regentropfen im Spinnennetz.
19.08.19  
Die Pfirsichernte in meinem Garten hat gerade erst begonnen.

Sie verströmen einen unglaublich intensiven Geruch.
20.08.19  
Neue Markierungen auf meinem Radweg. In Rot und Blau.

Die Tür meiner uralten Waschmaschine von Quelle ließ sich heute morgen nicht mehr öffnen. Ich habe sie einfach ein zweites Mal waschen lassen. Danach ging die Türe wieder auf.
21.08.19  
Auf einem Strohballenhaufen wächst Gras.

Es hat heute Nacht geregnet. Reflexionen in einer Pfütze am Radweg.

Blumen am Rand des Dorfteichs.

Für meinen Sohn Nicolai habe ich diese Thujastämme mit der Kettensäge von allen Ästen befreit. Er will aus dem Holz einmal etwas machen. Hoffentlich erlebe ich das noch.
Ich habe Micaëla heute morgen von einem merkwürdigen Traum erzählt. Ich hatte vor, die schönste Wohnung meines Lebens zu mieten: Beim Lesen von Proust habe ich mich an andere früher immer wiederkehrende Träume erinnert. Bei einem ging es um eine gemietete Wohnung, zu der nur ich den Schlüssel hatte. Da gab es eine Geheimtür in den Keller, der in endlose in den Fels gehauene Gänge führte, wo etwas zutiefst Geheimnisvolles verborgen war. In einem anderen Traum hatte ich ein Haus auf dem Land mit Garten gemietet, das zu bewohnen ich keine Zeit hatte.
     
   
     
     
     

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