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20 Februar






01.02.20  
In meinem Garten blühen jetzt die Winterlinge. Sie denken, es ist Frühling.

Reflektionen des Sonnenuntergangs.



02.02.20  


Wenn das so weiter geht mit diesem Winterfrühling, werden veeleicht die Osterglocken blühen, wenn ich in 14 Tagen aus Paris zurückkomme.



Ich skype am späten Nachmittag mit Nicolai, Inna und Clara, die jetzt in Marburg wohnen.
03.02.20  
Mein Wetterbericht sagte, in 53 Minuten beginnt es zu regnen. Es hat nicht geregnet beim Radfahren. Dafür um so mehr in der Nacht.
Ein Tier ist vor mir über den Radweg gelaufen. Sehr schnell. Ein Reh war es mit Sicherheit nicht. Vielleicht ein Fuchs?

Auf einer Wiese in meinem Garten entdecke ich die ersten Krokusse.
04.02.20  
Pfütze am Radweg.

Am Nachmittag. Hemdenbügeln für meine Reise nach Paris.

An Stellen im Garten, die ich inzwischen vergessen hatte, entdecke ich weitere Krokusse und Schneeglöckchen.
05.02.20   Heute morgen habe ich zufällig auf Phönix die gesamten eineinhalb Stunden der Rede von Trump gesehen. Danach bin ich aufgestanden, habe meinen Tee getrunken und mein Müsli gegessen. Das Vorwahlergebnis der Demokraten in Iowa hat mich auch besonders interessiert, denn 1988 war ich genau zu dieser Zeit in Iowa, um für meinen Sohn Maximilian eine Knochenmarktransplantation zu machen. Ich weiß nicht mehr, wer gewonnen hat, aber ich saß die ganze Nacht vorm Fernseher.
Während ich heute morgen an meinem Laptop sitze, wird plötzlich das Licht meiner Schreibtischlampe weniger hell. Ich denke, dass ich die Birne auswechseln muss. Aber dann beginnen auch im Esszimmer und in der Küche die Lampen zu flackern. Nur das Licht in der Toilette funktioniert. Ich probiere, ob das Licht in den anderen Zimmern geht. Es geht nicht. Auch das Licht im Keller geht nicht mehr. Das heißt auch meine Heizung ist ausgefallen. Ich gerade in Panik, denn morgen fahre ich nach Berlin, um dann zu Micaëla nach Paris zu fliegen. Plötzlich ist der Strom komplett weg. Ich rufe von meinem iPhone meinen Elektriker und meinen Stromversorger an, ziehe ich mich an und gehe mit einen Schirm, denn es regnet und schneit gleichzeitig, zum mir gegenüber liegenden Nachbarhaus, denn da guckt eine Frau aus dem Fenster. Sie sagt, dass bei ihr auch kein Strom ist, aber das der Schaden bereits repariert werde. Ein anderer Dorfbewohner, bei dem der Strom von Anfang an ganz ausgefallen war, muss den Stromausfall, als das Licht bei mir noch geflackert hat, gemeldet haben. Als ich wieder zurückkomme ist der Strom überall wieder da. Ich rufe Micaëla in Paris an und erzähle ihr meine Geschichte. Sie freut sich mit mir und sagt, dass ich jetzt ganz beruhigt wieder Fahrrad fahren kann.
In diesem Gebäude kommt die Starkstromleitung an und wenn immer der Strom ausfällt, muss dort etwas repariert werden.

Völlig entspannt fahre ich dann Fahrrad.

So ganz habe ich den Elektro-Schock von heute morgen noch nicht überwunden. Zum Abschied vom Bauernhof für heute mache ich mit meiner Nikon dieses Foto.

Am Abend noch ein Sonnenuntergang für Micaëla.
06.02.20  
Um 10.45 h bin ich heute in Berlin. Ich finde sogar direkt vor meinem Hauseingang einen Parkplatz, was mir das Ausladen sehr erleichtert.

Als ich das letzte Gepäckstück ausgeladen habe, stehen vor der Haustüre zwei Schornsteinfegerinnen. Ich frage, wollen sie zu mir. Sie sagen, eigentlich sei ich für heute nicht vorgesehen, aber sie könnten meine Heizung, wenn es mir passt, sofort übeprüfen. Ich merke heute ist mein Gückstag. Und kaum sind die beiden wieder weg, kommt auf meinem Laptop die email von Air France. Nach ein bisschen herumklicken, kann ich auch meine Bordkarte ausdrucken.

Am Nachmittag besucht mich Jens Theo Müller vom Postproduktionsstudio. Er holt Festplatten von mir ab und bringt mir neue.

Ich schaue gleich mal in die Abnahmedatei von "VENUS TALKING". Sabine Bach spielt darin die Hauptrolle. Ein merkwürdiges Gefühl meinen Bauernhof vor 20 Jahren zu sehen.
07.02.20  


Eineinhalb Stunden, bevor mein Taxi kommt, habe ich fertig gepackt.

Mein Flieger hatte eine halbe Stunde Verspätung. Aber mein Koffer war sofort auf dem Gepäckband. Und Micaëla erwartet mich mit ihrem neuen blauen Auto.
08.02.20   In Micaëlas Wohnung angekommen fühle ich mich sofort wieder wie zuhause. Zum Abendessen gehen wir in ein neues kurdisches Restaurant.



Das Essen ist ausgezeichnet. Lammstücke mit Reispilaf.

Der Stuhl auf dem ich saß.

Heute gehen wir einkaufen und deponieren den Einkauf in Micaëlas Briefkasten. Dabei fällt ihr iPhone auf den Boden und die Rückseite zerbricht. Ich bin darüber trauriger als sie.

In einem Mobilphone-Geschäft berät der Inhaber Micaëla, was sie jetzt machen kann.

In einem amerikanischen Restaurant, wo wir bereits letztes Jahr gegessen haben, essen wir zu Mittag. Unser Rotwein ist von Francis Coppolas Weingut aus Kalifornien.

Die Einkaufstraße ist gegen 16 Uhr voller Menschen.

Kurz bevor wir vor unserer Haustür ankommen, beginnt es zu regnen.

09.02.20  
Schon in Niendorf hatte mir Micaëla angekündigt, dass sie eine Überraschung habe und dass ich mir einen warmen Pullover mitbringen solle. Das ist die Überraschung: zwei Klappräder. Jetzt können wir zusammen auch in Paris und Umgebung Fahrrad fahren.

Draußen ist Sturm. Wir versuchen bei H&M in Les Halles, etwas zu finden, was ich beim Radfahren anziehen kann. Wir finden nichts.

In diesem Restaurant gegenüber Les Halles essen Micaëla und ich das Tagesgericht. Gebratene Ente mit Bratkartoffeln und Bohnen. Es schmeckt und ich esse meinen Teller restlos auf.

10.02.20   Micaëla fährt mit mir in den Parc de Sceaux, um zu sehen, ob er sich zum Fahrradfahren eignet.

Micaëla fotografiert mit ihrer neuen Nikonkamera, die ich ihr zum Geburtstag geschenkt habe.

Es ist kalt, und es weht ein starker Wind.



Als wir wieder nach Hause fahren wollen, ist der Eingang, durch den wir in den Park gekommen sind, verschlossen. Im Park sehe ich ein Auto. Micaëla macht es auf uns aufmerksam und deutet dabei auf meinen Stock. Daraufhin öffnet uns ein Parkmitarbeiter das Tor und wir müssen nur 10 Schritte zu unserem geparkten Auto gehen. Auf der Heimfahrt beginnt es zu nieseln.

Wir gehen zum Mittagessen wieder in das kurdische Restaurant Mala Bavo, wo wir vor drei Tagen gegessen haben. Heute schmeckt es uns sogar noch besser.

Danach bespricht Micaëla mit dem Chef des Restaurants, dass sie für ein Abendessen zur Feier ihres Geburtstags das Essen liefern. Als alles besprochen und abgemacht ist, bitte ich einen Kellner mir ein kleines Gläschen des Rotweins, von dem mehrere Flaschen hinter der Theke stehen, zu kosten. Es ist ein Beaujolais Villages. Ich finde, er ist ideal für Micaëlas Party. Ich sage, das ist mein Partybeitrag und kaufe sofort 5 Flaschen,

Jetzt, während ich an meinem Laptop sitze, regnet es immer wieder in Strömen.
11.02.20   Das Wetter ist kalt und scheußlich heute in Paris. Micaëla und ich schauen uns gemeinsam die Digitalisierung von "VENUS TALKING" an.



Zusammen mit ihr gefällt mir mein Film besser als wenn ich das alleine mache.
12.02.20  
Gestern Abend schauen Micaëla und ich "The Wild Goose Lake" in diesem schönen kleinen Kino an. Wir sind beide während des Films eingeschlafen. Ihr hat der Film besser gefallen als mir. Schöne Bilder haben mich noch nie in einem Film überzeugt.

Heute fahren Micaëla und ich mit unseren Klapprädern zum Seineufer 25 Kilometer entfernt von der Stadt.

Arc de Triomphe

Beide Klappräder sind ausgepackt, und wir fahren zum ersten Mal mit ihnen etwa 4 Kilometer.

In einem italienischen Restaurant am Seineufer essen wir zu Mittag. Micaëla isst Rissotto und ich esse Saltimbocca mit Polenta. Beides schmeckt sehr gut. Als ich mein Essen aufgegessen habe, esse ich weiter von dem Risotto, das sie nicht mehr essen konnte.

Die Seine durch die getönten Scheiben von Micaëlas Auto fotografiert.

In Erinnerung an den Carrefour-Supermarkt in Cabour besuchen wir ein Carrefour hier.
13.02.20  
Nach dem Frühstück werfe ich einen Blick auf die Straße vor Micaëlas Wohnung.

Micaëla und ich machen Fotos einer Wohnung für eine Freundin in Australien. Die Wohnung steht zum Verkauf.

Heimweg. Die Sonne, die in der Wohnung schien, ist schon wieder weg.

Micaëla hat vergessen, die Schlüssel für ihre Wohnungstür einzustecken. Sie ruft eine Nachbarin an, die einen Ersatzschlüssel hat. Ich sitze auf einer Treppenstufe und versuche mir vorzustellen, was wir ohne Wohnungsschlüssel machen können.

Micaëla bekommt von der Tochter der Nachbarin den Ersatzschlüssel.

Im Restaurant "Pierrot" essen wir beide Ente in verschiedenen Zubereitungen. Die Kruste meiner Ente löst in meinem Mund regelrechte Explosionen aus. Dazu trinke ich Chinon-Rotwein, den mir der Kellner enpfohlen hat.

Als wir das Restaurant verlassen, beginnt es zu regnen und Micaëla spannt ihren Schirm auf. Eine Frau im Restaurant sieht uns dabei zu.
14.02.20  


Micaëla und ich essen zum dritten Mal im kurdischen Restaurant "Mala Bavo".

Ein Stuhl, dessen Bild mir sehr gefällt.

Wir trinken beide ein sehr spezielles amerikanisches Bier.

Danach gehen wir durch diese Galerie nach Hause.


15.02.20  
Micaëlas Party gestern Abend ging bis 0:30 Uhr.

Unser Tag beginnt heute zweieinhalb Stunden verspätet. Ich entdecke diese in der Sonne leuchtende Antenne. Für mich ein Glücksversprechen.

Micaëla möchte dieses Foto auch machen. Sie hat einen Platz im Restaurant "Le Fumoir" für uns beide reserviert. Wir beschließem, den Weg dahin zu Fuß zu gehen.

Auf der Einkaufsstraße um 12.30 Uhr.

Reklame in einem Schaufenster

Im Restaurant



Auf dem Rückweg eine Leuchtreklame für ein Detektivbüro. Micaëla hat eine Dokumentation darüber im Fernsehen gesehen.
Danach sind wir beide müde. Ich bin 7.700 Schritte gelaufen. Das zeigt mir mein iPhone.
Wir wollen beide ein bisschen Fernsehen und sehen schließlich zusammen "True Crime", ein Film von Clint Eastwood. Ich schlafe während des Films ein, bekomme die dramatischsten Szenen in der zweiten Hälfte aber mit.
16.02.20  
Micaëla und ich essen heute rumänisch in einem rumänischen Restaurant ganz in der Nähe des Eiffelturms.

Auf dem Marsfeld weht ein Sturm, der das Gehen mühsam macht.

Danach bringen wir ihr Klappfahrrad in ein anderes Fahrradgeschäft. Der Händler, der uns beide an den Fahrradhändler in Dahme erinnert, ist bereit, ihr Fahrrad zu verkaufen und ein für ihre Größe geeigneteres zu besorgen. Er sagt. beim bisherigen Händler sei sie schlecht beraten worden.
17.02.20  

Wir warten auf das Taxi.


Am Flughafen wirkt mein Gehstock wie ein Zauberstab. Absperrbänder werden vor mir geöffnet und beim Securitycheck sorgt ein Mitarbeiter dafür, dass ich nicht in der Schlange davor warten muss. Das ist mir noch nie passiert.

Micaëla hat meinen Flug, der ziemlich rumpelig war, von Paris aus beobachtet.
18.02.20  
Ich schaue mit Pariser Augen auf die Häuser in der Schwiebusser Straße.



In Berlin und…

…Niendorf.

Das Wäldchen an meinem Radweg. Nach 12 Tagen Fahrradpause tut mein Popo weh.

Mit zitternden Händen gelingt es mir, einen neuen Akku in mein zehn Jahre altes MacBookPro einzubauen.
19.02.20  
Bei Starkwind und stärker werdendem Nieselregen fahre ich zu den Windrädern.

Der Dauersturm zerlegt die Birken in meinem Birkenwäldchen.
     
   
     
   
     
     
     
     
     
     
     
     

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