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20 März






01. 03.20  
Zum metereologischen Frühlingsbeginn.

Meine Tochter Joya hat mir gestern Abend noch eine Nachricht geschickt, dass Hong Sang-soo einen Silbernen Bären für die beste Regie gekriegt hat. Darüber freue ich mich.





Sonnenreflexe im Dorfteich.
02. 03.20  
Hier am Kiosk in Hohenseefeld habe ich mir mein Mittagessen geholt. Zum Kochen war ich zu faul.

Danach bin ich zum ersten Mal in diesem Jahr zum Körbaer See gefahren. Ich wollte sehen, ob nach all dem Regen wieder mehr Wasser da ist.
03. 03.20  
Ich habe mir ein bisschen Frühling in die Wohnung geholt. Nach zwei Tagen in der Wärme blühen die Zweige der Forsythie.

Bei Nieselregen fahre ich heute zu den Windrädern. Für die Bauern scheint das Wetter ein Signal zu sein, um die schwarzen Düngerhaufen auf den Feldern zu verteilen.

Pasta mit Steinpilzen nach dem Rezept meiner Tochter Joya. Ich hab's klitzeklein nachgekocht, aber so gut wie bei ihr schmeckt es mir leider nicht.

Auf Twitter schreibt eine, wenn das Cannes Filmfestival wegen des Corona Virus ausfällt, bin ich sauer. Mir fällt allerdings auf, dass unmittelbar nach dem Ende der Berlinale, die ersten Infektionen bekannt werden.
04. 03.20  
Endlich scheint am Morgen die Sonne wieder in mein Zimmer.

Ich könnte mal wieder meine Fenster putzen. Die Bilder, die ich mit ungeputztrn Fenstern machen kann, sind allerdings schöner.

In diesen unruhigen Zeiten am Abend noch ein Sonnenuntergang.
05. 03.20  


Ich bekomme das Buch von Beat Presser "Vor der Klappe ist Chaos - Eine Hommage an den Neuen Deutschen Film". Weil ich neugierig war, habe ich es bei Amazon gekauft. Er hatte mir noch im letzten Jahr geschrieben, dass alle Interviewten ein kostenloses Exemplar bekommen. Ende Januar 2014 kam er für zwei Tage zu mir auf den Bauernhof, hat mich interviewt und mit einer nagelneuen digitalen Leica fotogografiert.

Meine Mieterin war an Weihnachten gestorben und ich hatte angefangen, davon Besitz zu ergreifen.

Beat Presser wollte unbedingt meinen alten Trabbi mit mir zeigen und ich sollte mich mit meinem Laptop daneben setzen.

Auf dem Weg zum Bahnhof in Luckau-Uckro wollte er diess Foto unter den Hochspannungsleitungen machen - als Symbol für die Verbindungen zu meiner Außenwelt.
Als er weg war, kam Serpil Turhan und eröffnete mir, dass sie einen Film über mich machen will.
07. 03.20   Das Corona-Virus hat gestern nicht mich, sondern mein W-Lan befallen, deshalb konnte ich nichts posten. Ich fahre auch bei Nieselregen mit dem Fahrrad.

Ohne Nieselregen. Dafür starker Gegenwind.

Eine Reneklodenblüte.

Waldarbeiten.

Mein Mittagessen. Kartoffelbrei und ein Stück mariniertes Steak.

Ich brenne eine BluRay von "ROTE SONNE" für ein Kino in Villingen-Schwenningen und kontrolliere das Bild.

Kurz davor hat es noch geregnet.
08. 03.20  
Gestern Abend als es dunkel geworden ist (18:37 Uhr).

Ganz, ganz vorsichtig öffnen die ersten Osterglocken in meinem Garten ihre Blüten.
09. 03.20  
Statt Fahrradfahren heute morgen Autofahren. Danach werden mein Rasentraktor und mein Balkenmäher zur Winterinspektion abgeholt. Dann fahre ich mit dem Rad zu den Windrädern. Dann koche ich Auflauf für mich alleine.

Davon werde ich die nächsten drei Tage essen.
10. 03.20  
Gestern Nacht.

Heute Morgen bei starkem Nieselrregen. Als ich losfuhr schien die Sonne.
11. 03.20  
Beim Radfahren habe ich heute sehr gemischte Gefühle. Ich kriege das Virus nicht mehr aus meinem Kopf.

Ein Blick in meinen Garten stimmt mich fröhlicher.
12. 03.20  
Gestern Abend.

Heute Morgen. Beim Radfahren bei den bisher stärksten Böen fängt es an zu nieseln. Jetzt regnet es wie verrückt.

Heute Abend.
13. 03.20  
Heute ist Freitag der Dreizehnte. Eine halbe Stunde vor Sonnenaufgang.

Reneklodenbäumchen am Radweg.

Forythienstrauch in meinem Garten.

14. 03.20   Ich verbringe die ersten zwei Stunden am Morgen beim Müsli-Essen mit dem Sammeln der neuesten Infiziertenzahlen und dem Lesen der Zeitungskommentare. Das ist nicht sehr erfreulich, bestätigt jedoch meine Entscheidung, am Montag nicht nach Berlin zu meiner Zahnärztin zu fahren.
Draußen hat es minus 2 Grad und mit dem Radfahren will ich noch etwas warten, bis es etwas wärmer wird. Immerhin scheint heute mal wieder die Sonne.

Ich fahre zuerst mit meinem Rad zu den Windrädern und dann mit Micaëlas rotblauem Klapprad zum Körbaer See. Zusammen 30 Kilometer.

Ich pflanze Stiefmütterchen. Sie werden dort, wenn ich sie gieße, bis in den Herbst blühen.
15. 03.20  
Die Sonne beleuchtet meine große Birke im Garten.

Am Mittag mache ich bei mir im Innenhof ein Feuer. Mein Dorf hat das Osterfeuer wegen des Coronavirus in diesem Jahr abgesagt.


16. 03.20  
Ich war heute Morgen in der Post in Dahme und habe mir im Baumarkt Büsche und Bäumchen angeschaut, habe mich aber entschieden zu warten, bis Micaëla mich wieder besuchen darf.

Mein gesamter Garten ist voller Osterglocken.



Und jetzt gehe ich endlich Fahrradfahren.
Die deutshe Post sagt, sie will weiter Briefe und Pakete zustellen. Das ist in diesen Virustagen nicht mehr selbstverständlich.
17. 03.20   Heute Nacht habe ich im Hessischen Fernsehen den Degeto-Film "Heiraten ist auch keine Lösung" gesehen und habe, als er zuende und ich richtig wach war, die Virus-Katastrophe für einen bösen Traum gehalten. Das ist mir noch nie im Leben passiert.
Und danach lese ich auf Spiegelonline von der rauhen Virus-Wirklichkeit: in Frankreich herrscht ab sofort Ausgehverbot. Wer zum Einkaufen in den Supermarkt geht, muss ein Papier dabei haben, auf dem er erklärt, wohin er geht. Ob Angela Merkel es wagen wird, das auch in Deutschland zu machen. Da Deutschland heute schon über 500 mehr Infizierte als Frankreich hat, wird es wohl so kommen.

Wie ein Blick in ein fernes Paradies.

Am Radweg gestern in der Sonne habe ich diese Blume zum erstenmal gesehen. Mit der App Picture this habe ich gesehen. Es sind Gelbsterne.

Heute morgen habe ich diese hier ausgegraben und bei mir im Garten unter dem alten Walnussbaum eingepflanzt.
18. 03.20  
Ich fahre zum ersten Mal in diesem Jahr mit meinem roten Rad. Es ist und bleibt mein Lieblingsrad. Es hat sich etwas verändert in Brandenburg. Mehrere Läufer begegnen mir auf dem Radweg.

Der Riesenmisthaufen wird abgefahren. Ein Bild für Micaëla, weil sie Traktoren liebt.

Ich habe an meinem Hauseingang rote und blaue Primeln gepflanzt.

Die Vögel, die man hört, sind zwei Kraniche und viele Krähen.
19. 03.20  
Diese beiden Herren versperren meinen Radweg.
20. 03.20  
Beiden Windrädern.

Schafe machen den Menschen vor, wie social distance geht.

Ich skype eineinhalb Stunden mit meiner Tochter Joya über das Virus und unsere Zukunft. Phillipp kommt dazu.

Mein Mittagessen schmeckt mir.
Im FAZ-Blog habe ich gelesen:
"Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat klargestellt, dass wegen der Corona-Krise ab Samstag in allen Bundesländern Gastronomiebetriebe geschlossen werden könnten. Zunächt hatte er erklärt, dass neben Bayern „auch nahezu alle anderen Bundesländer" das umsetzen wollten. Söder betonte später, er wolle den anderen Ländern nicht vorschreiben, was diese zu tun hätten. Gleichwohl habe er in vielen Gesprächen erfahren, dass es auch in den anderen Ländern die Tendenz gebe, „das zu tun“. Dies sei aber noch nicht final entschieden."
Ich hatte seine erste Version vor meinem Mittagessen gelesen und gedacht, Söder will sich als entschlossener künftiger Bundeskanzler präsentieren, und hatte Sorge, am Sonntag in der Niendorfer Fläminghexe nicht essen zu können, denn für ein selbstgekochtes Essen am Sonntag war ich nicht vorbereitet. Ich habe also Hoffnung, dass das Land Brandenburg nicht mitmacht.
21. 03.20   In Deutschland gibt es laut John Hopkins University 19.848 Infizierte. Gestern waren es noch 15.320. Ich bin mir sicher Markus Söder setzt sich durch, und es wird eine Ausgangssperre für ganz Deutschland geben.
Ich lese weiter jeden Morgen Marcel Proust. Der beschreibt im letzten Band die Auswirkungen des Ersten Weltkriegs und ich entdecke erstaunliche Parallelen zur jetzigen Situation.





In Dahme stehen vor vielen kleinen Geschäften (Bäckereien, Metzgerläden) die Leute Schlange. Und bei REWE habe ich sogar noch zwei Rollen Klopapier gekriegt. Selbst in die Tankstelle komme ich nicht mehr rein. Kunden weden über den Nachtschalter von außen bedient.

Als ich vom Radfahren bei eiskaltem Nordwind zurückkome, warten am Dorfteich die beiden Nilgänse.
22. 03.20  
Es ist noch kälter als gestern geworden. Minus 3 Grad. Deutschland hat jetzt 22.213 Infizierte. Micaëla beginnt in der Ausgangssperre einen völlig neuen Malstil: farbige Ölbilder. Mir gefällt das sehr.
Ich hatte gestern wieder einmal Probleme mit meinem linken hinteren Autoreifen. Er hatte ziemlich viel Luft verloren. Ich wollte ihn mit meinem vor zwei Jahren gekauften Kompressor aufpumpen, aber der funktionierte plötzlich nicht mehr. In der Tankstelle in Dahme hat man mir geholfen, ihn wieder aufzupumpen. Im Baumarkt in Dahme, der Gott sei Dank noch geöffnet war (Markus Söder in Bayern hat auch Baumärkte geschlossen) habe ich einen neuen gekauft. Jetzt muss ich erst wieder lernen, ihn zu bedienen. Auf jeden Fall sieht der neue schöner aus als der alte.

Eine dünne Eisschicht in den Pfützen am Radweg:

Da ich füt das Pfützenfoto schon mal vom Rad abgestiegen bin, mache ich ein Schattenselfie.

Ich hänge meine Bettwäsche in die Sonne.

Ich setze meinen neuen Kompressor zusammen. Er ist um ein Vielfaches besser als der alte.

Der roten Primel hat die Temperatur ein bisschen geschadet.

Die Magnolie im Innenhof lässt vorsichtig eine Blüte hervorkommen.

Mein Mittagessen in der Fläminghexe. Vielleicht zum letzten Mal für eine längere Zeit.
23. 03.20  
Minus 7 Grad heute. 24.873 Infizierte. Ich darf weiter Fahrradfahren.

Nach dem Radfahren gehe ich in den Garten, um zu sehen, was meine Pflanzen machen. Ich entdecke diesen Bärlauch, dem die Kälte nichts ausmacht.

Mein Mittagessen. Ich kenne mich mit Fleisch nicht so aus. Wahrscheinlich war es ein Steak. Auf jeden Fall war es schön saftig.

Ich bekomme heute vom Postproduktionsstudio den letzten digitalisierten Film: "VENUS TALKING".
24. 03.20   Wie gestern hat es draußen wieder minus 7 Grad bei strahlender Sonne. Meine Blumen gehen in die Knie. Die Infiziertenzahlen schießen in die Höhe. In Deutschland auf 29.056, in den USA auf 43.927 von gestern 35.069.
Eine gute Nachricht für mich kam gestern Abend auf meinem iPhone. Ich bekomme am Nachmittag frisches Heizöl. Ich hatte schon überlegt, dass ich zur Not Diesel aus der Tankstelle benutzen könnte.

Während ich auf mein Heizöl warte, putze ich das rechte Fenster. Vielleicht zum ersten Mal seit zwei Jahren.

Der Heizölfahrer ist da.
25. 03.20   Die Infiziertenzahlen steigen weiter. In Deutschland auf 32.991 und in den USA auf 54.893. Es ist ein bisschen wärmer geworden: Minus 4 Grad.

Lametta vom Weihnachtsbaum 2019, als die Welt noch in Ordnung war.

Die Bauern müssen an die Zukunft denken und die Felder mit ihren Maschinen düngen.



Mein Mittagessen heute. Bratkartoffeln mit Spinat. Gesund bleiben, das ist heute wichtiger denn je.

Am Sonntag bei Amazon bestellt und bereits heute geliefert.
26. 03.20   In Deutschland hat es 37.323 Infizierte, in den USA 68.572. Schon morgen wird die USA Italien und China mit der Infiziertenzahl überholen. Ich schaue auch auf die Zahlen, dieser Seite https://ncov2019.live/, denn da konnte ich lesen, dass zum Beispiel in Fiji täglich ein weiterer Infizierter gemeldet wurde und in Vanuatu noch keiner.
Von dem Buch "Eine kurze Geschichte der Menschheit" habe ich das erste Kapitel gelesen. Es ist kurz und knackig und manchmal auch brillant geschrieben und ich erfahre viel Neues.

Heute mache ich kein Foto, sondern einen Film mit einer Nikon P90, die ich vor 10 Jahren gekauft habe und die manche Dinge kann, die neuere Kameras nicht können.

Beim Radfahren streikt mein Radcomputer. Ich muss die Batterie auswechseln.

Bei diesem Traktor streikt auch etwas. Ein Werlkstattwagen hält auf dem Radweg.

Die Osterglocken am Gartenteich. Traurig.
27. 03.20   Die Infiziertenzahlen in Deutschland: 43.938 und in den USA: 85.486. Man muss nicht besonders pessimistisch sei, um sich auszurechen, wie sie morgen aussehen.

Es ist wieder wärmer geworden, und ich gehe gleich wieder Fahrradfahren.

Der Rastplatz bei den Windrädern!

Hier lag ich heute nackt in der Sonne und habe so intensiv dem Gesang der Vögel zugehört, dass ich die Zeit vergessen habe.

Eine Traubenhyazinthe. Ein Lieblingsblume meiner Mutter.

Ich trenne mich vom vorderen Schutzblech meines Hauptrads. Seit Jahren verrutscht das immer wieder und schrammt dann am Reifen. Ich habe mir das schon seit Wochen vorgenommen. Heute habe ich es endlich gemacht.
28. 03.20   Die Infiziertenzahlen in Deutschland: 50.871, in Frankreich: 33.414, in den USA: 104.463.
Es ist schon wieder kälter geworden. Die Dorfwiese ist weiß vom Reif. Ich bin um 6.45 bei REWE und kaufe alles, was ich in den nächsten 5 Tagen brauche.

Die Reflexion der Aufgehenden Sonne um 6.16 Uhr in meiner geputzten Fensterscheine. Die weiße Figur auf dem Wasser des Dorfteichs erinnert mich an die Titelsequenz von "ROTE SONNE".
Radfahren zu den Windrädern mit meinem iPhone und dem Programm "Picture this" wird für mich ein Abenteuer mit Pflanzen.

Das Feld vor den Windrädern ist voller junger Rapspflanzen. Im Mai wird es goldgelb leuchten.

In der Umgebung von Joyas Baumhaus stehen diese beiden Robinienbäume.

Das sind Blausterne. Die Gelbsterne, die vor 10 Tagen aufgetaucht sind, haben sich vervielfacht.
29. 03.20  
Die Infiziertenzahlen heute: Deutschland: 27.695, Frankreich: 38.105, USA: 122.666.

Rauhreif und blauer Himmel. Eine halbe Stunde später war der Himmel voll grau.

Das Oberfenster meiner Haustüre ist seit 30 Jahren nicht geputzt worden.

Jetzt sind alle Strohballen abgeräumt.

Auch dieser Misthaufen ist verschwunden. Beim Radfahren gab es ab und zu Nieselregen und Graupelschauer.

Mein Mittagessen: ein dickes, saftiges Kotelett.
30. 03.20   Die Infiziertenzahlen. Deutschland 62.095, Frankreich 40.723, USA 142.106. Das Wetter hier in Dahme: Minus 7 Grad und heute Abend soll es schneien.

Eisblumen am Fenster.




     
     
     

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